Wie können Sie ein Grab gestalten?

Welche Möglichkeiten außer einen Grabstein gibt es noch?

Mittelpunkt eines Grabes ist das Grabzeichen. Es lässt erkennen, wer verstorben ist und je nach der Gestaltung auch, welche Person sich dahinter verbergen könnte. Da es den Bezug zu dem Menschen mit seinem Namen und Lebensdaten oder bestimmten Symbolen herstellt, wird es somit zum Denkmal.

Ein Grabzeichen kann aus Stein, Metall oder Holz bestehen. Die Verwendung von Kunststoff oder Glas ist in Deutschland in der Regel nicht erlaubt. Sie können Grabzeichen ganz individuell gestalten, allerdings immer im Rahmen der Friedhofsordnung und in Abhängigkeit von der Bestattung und Grabart. Farben und Formen spiegeln Charakter oder Wesenzüge des Verstorbenen wieder und daher sind sie so eigen, wie der Verstorbene selbst. Natürlich gibt es auch hier immer wieder gleiche Bezüge und Sinnbilder. Die bekanntesten sind zum Beispiel der Anker für Seeleute oder der Äskulapstab für Ärzte. Zeichen für Menschen, die einer Religion angehörten, sind z. B. das Kreuz oder ein Engel. Aber auch hier sind die Unterschiede klar in der Gestaltung zu sehen. In manchen Regionen ist es üblich, ein Foto des Verstorbenen in das Grabzeichen einzuarbeiten. So ist der direkte Bezug zu der Person hergestellt. Auch das Alter soll man einem Grabzeichen ansehen, denn ein Denkmal, welches mit den Jahren älter wird, drückt ebenso die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens dar. Glatt poliert und glanzvoll verändern sich die Grabzeichen kaum, sie sind jedoch aufwendiger zu pflegen. Aber auch hier gilt, je kleiner das Grab, desto schwieriger die Grabgestaltung. Ein kleines Grab für eine Urne mit prunkvoller Bepflanzung und einem pompösen Grabstein wirkt einfach nur gedrungen, gar überladen. Daher ist es wichtig, erst nachdem die Grabstelle ausgewählt ist, einen Grabstein oder ein Grabkreuz auszusuchen.

GrabstätteVielen Menschen ist es wichtig, einen Grabstein aufzustellen. Der Grabstein ist wohl das bekannteste Grabzeichen. Auch die Auswahl, welche an Farben und Formen des Steines sehr groß ist, ist ein Grund für die Beliebtheit des Steines. So gibt es aufwendige Marmorblöcke mit Zierschriften und Symbolen, bis hin zum kleinen Feldstein mit eventueller Initialengravur. In Deutschland ist der gängigste Grabstein, der Breitwandstein. Die herkömmlichen Steine dieser Art nehmen die gesamte Breite des Grabes ein. Er bildet zwar den Abschluss des Grabes, wirkt jedoch oft nicht sehr harmonisch mit der angrenzende Bepflanzung. Ein Stein, welcher nur die halbe Breite einnimmt, ist da weitaus vorteilhafter. Schwarz ist eine sehr beliebte Farbe beim Grabstein, auch daher, weil sie in unseren Breiten als Trauerfarbe gilt. Jedoch wird es bei der Bepflanzung mit schwarzen Steinen schwieriger. Es gibt keine Pflanzen mit schwarzen Blüten oder Laub, sodass keine richtige Einheit gebildet werden kann. Auch wirkt das Grab mit schwarzem Stein, vor allem wenn es im Schatten liegt, als würde es ins Dunkle verschwinden.

Stelen sind schlanker und aufrecht, außerdem lassen sie sich meist recht einfach in die Bepflanzung integrieren. Auch durch ihre Höhe ist genügend Platz für Lebensdaten und Symbole. Für Urnengräber gibt es ebenfalls Stelen, welche auf die Größe des jeweiligen Urnengrabes angepasst werden. Insbesondere bei Gemeinschaftsgräbern werden oft Stelen aufgestellt, weil sie genügend Platz für Name und Lebensdaten von bis zu hunderten Personen zulassen.

GrabstätteKissensteine und Plattensteine liegen auf dem Grab und sind meist an einer Seite leicht erhöht. Dies hat zum Vorteil, dass man die Beschriftung besser lesen kann. Schwierigkeiten mit der Gestaltung treten hier besonders bei der Bepflanzung auf, da sich diese an die Höhe des Steines oder der Platte halten müssen. Schließlich ist es Ziel an den Verstorbenen zu gedenken und nicht um zugewuchert zu werden. Gerade im Süden sind Steinplatten sehr beliebt, welche das gesamte Grab bedecken. Oft wird hier die einfache Art der Grabpflege als Grund für die Auswahl genannt, jedoch bleibt auch bei dieser Grabmalart, die regelmäßige Pflege nicht aus, denn nur geputzte Plattensteine bieten ein würdevolles Bild.

Kreuze werden meist ausschließlich mit religiösem, christlichen Hintergrund aufgestellt. Auch hier gibt es ganz individuelle Gestaltungsarten aus Holz oder Metall, mit Dach oder mehreren Latten, mit eingearbeitetem Foto oder Trauerflor. Wer sich für ein Holzkreuz entscheidet, muss mit einer schnelleren Verwitterung des Kreuzes als bei einem Stein rechnen.

Natürlich gibt es noch jede Menge Differenzierungen und Gestaltungsmöglichkeiten der einzelnen Grabmale und der Grabstellen. Die Grabgestaltung ist wichtig, da sie bei dem Prozess der Trauerbewältigung eine Rolle spielt. Sie sind Ihrem Geliebten ganz nah und Sie setzen sich mit der Vergangenheit auseinander. Gerne beraten wir Sie bei GBG Bestattungen ausführlich zu den Möglichkeiten. Eine Dauergrabpflege oder die Gestaltung des Grabsteins kann auch in eine Bestattungsvorsorge aufgenommen werden.